Ein Bahnhof in Hannover. Es ist 10 Uhr morgens und eine Gruppe Jugendlicher steigt in einen Zug. Eine Station vor Bad Münder, dem Zielort der Gruppe, kommt die Durchsage, dass der Zug nicht weiterfährt, für Schienenersatzverkehr sei gesorgt. Und da ist er – ein einzelner Bus für den gesamten Zug. Die Gruppe, die Koffer mit Klamotten für 5 Tage dabei hat, quetscht sich in die hinterste Reihe.

Kurze Zeit später, kommt man in dem großen Gruppenhaus an, und sieht dort Teilnehmer*innen und Leiter. Man wird einander vorgestellt, es gibt Spiele und man erzählt von Erwartungen und Ängsten. Die nächsten Tage vergehen manchmal langsam, manchmal sehr schnell. Doch insgesamt vergeht die Zeit schneller als man dachte. So dauert es nicht lange, und die Gruppe kommt zur Prüfung – ein Abend mit Nachtwanderung für die Kindergruppe, die nebenbei im Haus eine Kinderfreizeit hatte.

Es wurde lange geplant, und die Leiter versuchten ihr Bestes den angehenden Jugendleiter*innen Steine in den Weg zu legen. Doch am Abend scheint alles zu klappen. Es steht was zum Essen auf dem Tisch, es gibt Programm und es ist noch niemand gestorben. Auf der Nachtwanderung holten die Betreuer ihr Ass aus dem Ärmel, und als die angehenden Jugendleiter sich gefühlt sicher und mit Müdigkeit im ganzen Körper mit den Kindern auf dem Rückweg befanden, „entführten“ die Leiter kurzerhand zwei Kinder. Es gab Verwirrung, da erwartet wurde, dass die Kinder gegen einen arbeiten, aber nicht die Leiter.

Sie wurden nach kurzer Zeit aufgeklärt, doch merkte man der Gruppe (besonders dem Autor) deutlich an, dass sie sich dafür Vorwürfe machten. Am Abend wurde aber alles gut – nach einer Feedbackrunde und einem entspannten Abend, wurde, zur Freude aller, die theoretische Prüfung gestrichen. Müde ging jede*r ins Bett, mit Gedanken was man erlebt, gelernt und gesehen hat.

Geschrieben von:

Keno Thurau

Mein Name ist Keno Thurau, und ich bin seit kurzem im Jugendwerk aktiv.

Die Arbeit mit Jugendlichen und Kindern macht mir Spaß und ist abwechslungsreich.

Derzeit mache ich mein Abitur. In meiner Freizeit spiele ich begeistert Tischtennis und bin auch im Sportverein tätig.

DEIN JW im Abo

Du möchtest die neue DEIN JW als Druckversion kostenlos in deinen Briefkasten? Kein Problem!

Schreib uns einfach eine E-Mail an abo@dein-jugendwerk.de mit deiner aktuellen Adresse und wir schicken dir ab sofort jede Ausgabe per Post zu. Du kannst über die gleiche Adresse das Abo jederzeit wieder abbestellen.

Natürlich freuen wir uns immer über eine Spende beim Jugendwerk um die Portokosten abzudecken. Sprich uns einfach an, solltest du uns unterstützen wollen. Wir würden uns freuen.

Zum Seitenanfang